Ziel des Projekts
Die Errichtung des Endlagers Konrad beinhaltet zum einen die Errichtung vollständig neuer Tagesanlagen am Schacht Konrad 2 mit einer neuen Schachtförderanlage, mit der die radioaktiven Abfälle nach unter Tage transportiert werden sollen. Die Anlagen am Schacht Konrad 1 bleiben, bis auf die Errichtung einer neuen Schachtförderanlage für den Personen- und Materialtransport, aus Gründen des Denkmalschutzes im Wesentlichen unverändert. Die vorgesehenen untertägigen Arbeiten umfassen die Auffahrung und Ausrüstung der Einlagerungskammern, der Fahrstrecken sowie einiger Infrastrukturbereiche. Für den Umrüstzeitraum werden ca. 6 Jahre veranschlagt.
In den ersten zwei Jahren werden im Wesentlichen die organisatorischen und planerischen Voraussetzungen für die Endlagererrichtung geschaffen. Dazu gehören auch endlagergerichtete Sanierungsmaßnahmen über und unter Tage zur Aufrechterhaltung der Betriebs- und Arbeitssicherheit. In den dann folgenden vier Jahren werden die baulichen Maßnahmen für den Endlagerbetrieb realisiert.
Die Inbetriebnahme des Endlagers Konrad ist Ende 2014 vorgesehen.
Die Endlagerplanung sieht mehrere Einlagerungsfelder in Teufen zwischen 800 m und 1.300 m vor, die ein Abfallvolumen bis zu 650.000 m³ aufnehmen können, wobei der Planfeststellungsbeschluss das Einlagerungsvolumen auf 303.000 m³ beschränkt hat. Etwa 90 % der in Deutschland anfallenden radioaktiven Abfälle ist für eine Einlagerung im Endlager Konrad geeignet. Die erforderliche Maschinentechnik für die Einlagerung sowie für den Versatz (Verfüllung) der Resthohlräume wurde von der DBE entwickelt, als Prototypen gebaut und getestet. Die Umrüstung zum Endlager ist somit in hohem Detail vorbereitet und wird derzeit umgesetzt.



