Ziel des Projekts
Ziel des Projektes Morsleben ist die Stilllegung des ERAM und die damit verbundene, möglichst dauerhafte Verwahrung der radioaktiven Abfälle. Das Endlager wird dazu so verfüllt und verschlossen, dass die Abfälle auch in Zukunft keine nach heutigen Normen unzulässigen Auswirkungen auf die Umwelt und den Menschen haben werden.
Grundlage für die Verfüll- und Verschließmaßnahmen sind die Anforderungen aus der Sicherheitsanalyse zur Gewährleistung der radiologischen Schutzziele sowie die Anforderungen zum Schutz der Tagesoberfläche. Ein entsprechendes Konzept für die Verfüllung der Hohlräume und Strecken der Grube wurde entwickelt.
Das Verfüllkonzept muss vorgesehene Maßnahmen zur Hohlraumreduzierung, Stabilisierung und Abdichtung aufzeigen. Zum Zwecke der technisch- wissenschaftlichen Nachweisführung wurden neben den Untersuchungsprogrammen zur geologischen und gebirgsmechanischen Standortbeschreibung auch geomechanische Modellrechnungen durchgeführt, mit deren Hilfe die Standsicherheit und Integrität (gebirgsmechanische Situation) des gesamten Grubengebäudes bewertet worden sind.
Die gebirgsmechanische Situation stellt sich so dar, dass der Zentralteil des Grubenfeldes Bartensleben den höchsten Durchbauungsgrad aufweist. Als eine Maßnahme zur Stabilisierung der Grube werden im Zentralteil ausgewählte Grubenbaue zur "bergbaulichen Gefahrenabwehr im Zentralteil" (bGZ) verfüllt. Durch diese frühzeitige, den eigentlichen Stilllegungsmaßnahmen vorlaufende Verfüllmaßnahme mit Spezialbeton sollen die Konvergenzen der sehr großen Abbauhohlräume reduziert und damit mögliche Auflockerungszonen über den Abbauen vermieden werden. Ziel der Arbeiten ist es, die Integrität der Salzbarriere im Zentralteil zu erhalten.
Darüber hinaus werden die im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für die Stilllegung erforderlichen Unterlagen erarbeitet. Darin werden u.a. die Auswirkungen des Vorhabens auf die Umwelt dargestellt und bewertet.
Nach Vorliegen eines bestandskräftigen Planfeststellungsbeschlusses, der für Ende 2013 erwartet wird, kann mit den Arbeiten zur Stilllegung begonnen werden.


