Anlagen des Erkundungsbergwerks über- und untertage

Auf dem 28 ha großen Betriebsgelände befinden sich neben den beiden Schachtförderanlagen mit den zugehörigen Tagesanlagen wie Schachthalle, Verladeanlage und Seilfahrtbrücke ein Büro- und Kauengebäude, Magazin mit Werkstatt, Bohrkernlager sowie weitere Funktionsgebäude.

Etwa 1 km außerhalb des Bergwerksgeländes ist die Salzhalde für das geförderte Haufwerk angelegt. Hier wurden bisher ca. 600.000 t Salz abgelagert.

Die beiden Schächte Gorleben 1 und 2 mit einer Tiefe von 933 m bzw. 847 m befinden sich im Zentrum des rund 14 km langen und 4 km breiten Salzstockes Gorleben, der auf seine Eignung zur Errichtung eines Endlagers für alle Arten radioaktiver Abfälle untersucht wird. Der höchste Punkt des Salzstocks - der Top Salzspiegel - liegt bei ca. 250 m unter dem Gelände, der tiefste Punkt - die Salzbasis - reicht bis in eine Tiefe von 3.400 m.

Im Erkundungsbergwerk sind mehrere Sohlen angelegt. Neben der eigentlichen Erkundungssohle in einer Tiefe von 840 m unter der Geländeoberfläche (- 820 m NN), auf der im Wesentlichen die geowissenschaftlichen und geotechnischen Untersuchungen durchgeführt werden, sind noch weitere technische Sohlen in 820 m Tiefe (Abwettersohle), 880 m Tiefe (Fördersohle) und 930 m Tiefe (Schachtunterfahrung) angelegt, die sich jedoch auf den schachtnahen Bereich beschränken.

Insgesamt sind bisher etwa 7 km Strecken (ca. 234.000 m3 Hohlraum) aufgefahren sowie geologische und geotechnische Bohrungen mit einer Gesamtlänge von ca. 16.000 m hergestellt. Von den fünf ursprünglich geplanten Erkundungsbereichen im Nordost-Teil des Salzstockes ist bisher der Erkundungsbereich 1 (EB 1) sowie der schachtnahe Infrastrukturbereich (Werkstätten, Arbeits- und Lagerräume) fertig gestellt.