Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben
Das Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) ist aus dem Bergwerk der ehemaligen Burbach-Kali AG, mit den Schächten Bartensleben und Marie, hervorgegangen. Es liegt in Sachsen-Anhalt an der Grenze zu Niedersachsen und in der Nähe der Stadt Helmstedt.
Hier im Oberen Allertal erstreckt sich eine Salzlagerstätte von 40 - 50 km Länge und durchschnittlich 2 km Breite, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts erschlossen wurde. Etwa 70 Jahre lang wurden hier Kalisalze und Steinsalz gefördert. Das entstandene Grubengebäude ist 5,6 km lang und maximal 1,4 km breit. Der Schacht Bartensleben wurde bis 522 m geteuft und die Grube in vier Hauptfördersohlen angelegt. Der Abbau erfolgte im Kammmerbau-Verfahren ohne Versatz. Dabei entstanden Hohlräume mit einer Länge bis zu 120 m und einer Breite bzw. Höhe bis zu 40 m. Die bis 1998 für die Endlagerung genutzten Kammern befinden sich im peripheren Bereich des Bergwerks.
Der Schacht Marie dient ausschließlich als 2. Ausgang und Wetterschacht und bietet einen reichen Fundus an geologisch-mineralogisch und technisch-historischen Objekten.




