
Japan
Am Standort des kerntechnischen Industriezentrums Rokkasho wurde 1992 ein oberflächennahes Endlager für schwach-radioaktive Abfälle in Betrieb genommen. Die Einlagerungsbereiche bestehen aus in den Boden eingelassenen Betonkammern, die nach ihrer Befüllung mit Beton ausgegossen, mit einem Betondeckel verschlossen und Erde überdeckt werden. Die Kapazität wurde in zwei Ausbaustufen bis auf 400.000 Fässer (80.000 m³) erweitert. Ein weiterer Ausbau bis auf 3 Mio. Fässer (600.000 m³) ist möglich.
Die Endlagerorganisation NUMO (Nuclear Waste Management Organization of Japan) ist mit der Endlagerung von verglasten hochradioaktiven Abfällen aus der Forschung und der Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen betraut. NUMO wurde in 2000 gegründet und startete 2002 ein Programm für die Endlagerstandortsuche.
Im Jahr 2010 dokumentierte NUMO im Bericht " Implementation of Safe Geological Disposal in Japan" den Stand und Fortschritt des Japanischen Endlagerprogramms. Der Bericht wurde im Februar 2011 von einem internationalen Expertengremium positiv bewertet. Als Folge des nuklearen Ereignisses in Fukushima ist es wahrscheinlich, dass die aktuellen Pläne und Strategien überarbeitet werden.

China
China plant, verglaste hochaktive Abfälle in einem zukünftigen geologischen Endlager in rund 500 m Tiefe zu entsorgen. Standortwahl und Auswertung wurden im Jahr 1986 initiiert und konzentrierten sich auf drei Standorte in Granitgestein im Beishan-Gebiet der Gansu Provinz. Die Festlegung auf einen Standort wird in 2020 erwartet. Ein unterirdisches Forschungslabor soll zwischen 2015 und 2020 gebaut und 20 Jahre lang betrieben werden.

