Schachtanlage Konrad bei Salzgitter

Das ehemalige, ursprünglich zur Salzgitter AG gehörende Eisenerz-Bergwerk Schacht Konrad liegt im Stadtgebiet Salzgitter zwischen den Stadtteilen Bleckenstedt und Sauingen in Niedersachsen.

Das Bergwerk wird zum Endlager für radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung umgebaut. Rund 50 Prozent der in Deutschland anfallenden Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung sind für das Endlager Schacht Konrad vorgesehen. Sie beinhalten etwa 1 Prozent der gesamten Radioaktivität allen Abfalls.

Ab 1976 wurde die Schachtanlage auf eine Eignung für ein mögliches Endlager untersucht. Seit 2007 arbeitet die DBE im Auftrag des Bundes daran, die Schachtanlage Konrad in ein Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle umzurüsten. Seitdem liegt ein bestandskräftiger Planfeststellungsbeschluss des Landes Niedersachsen für die Errichtung und den Betrieb des Endlagers vor – die Genehmigung bezieht sich auf die Einlagerung für maximal 303.000 Kubikmeter radioaktiver Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung.

Insgesamt geht die Errichtung an den Standorten der Schächte 1 und 2 sowie im Grubengebäude zunehmend von der Planungs- in die Umsetzungsphase über.