Zielsetzung der weiteren Maßnahmen

Ziel der Arbeiten ist die Stilllegung des ERAM und die damit verbundene, möglichst dauerhafte Verwahrung der radioaktiven Abfälle. Das Endlager wird dazu so verfüllt und verschlossen, dass die Abfälle auch in Zukunft keine nach heutigen Regelwerken unzulässigen Auswirkungen auf die Umwelt und den Menschen haben werden. Grundsätzlich werden horizontale und vertikale Abdichtbauwerke unterschieden. Die einen verhindern den Zutritt von Lösungen in die Einlagerungskammern, die anderen sind als Schachtverschluss in jedem Bergwerk erforderlich.

Der im Jahr 2013 begonnene In-situ-Versuch für ein horizontales Abdichtbauwerk im Steinsalz wird weiter fortgeführt. Mit dem Versuch soll gezeigt werden, dass die im Stilllegungskonzept vorgesehenen Bauwerke mit der notwendigen Qualität errichtet werden können. Der Druckversuch mit dem 25 Meter langen, aus 500 Kubikmeter Salzbeton bestehenden Abdichtbauwerk wird von mehr als 200 Messinstrumenten erfasst. Ein weiterer Versuch zur Handhabkarkeit von Bitumen und Schotter ist ebenfalls erfolgreich verlaufen – die Materialien dienen dazu, ein vertikales Abdichtbauwerk herzustellen. Auch hier erfassen eingebaute Temperaturmessketten die Wirkung des Bitumens auf das umgebende Salz.

Das beantragte Stilllegungskonzept wird gerade überarbeitet. Nach der Genehmigung der geplanten Schließung werden die Arbeiten bis zur endgültigen Stilllegung, nach derzeitigem Stand, noch 15 bis 20 Jahre dauern. Zur Zeit geht man davon aus, dass ein Planfeststellungsbeschluss nicht vor dem Jahr 2025 vorliegen wird – die Phase der Offenhaltung verlängert sich dadurch.