Endlager Morsleben in Sachsen-Anhalt

Das Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) ist ein ehemaliges Kali- und Steinsalzbergwerk. Die Schachtanlage liegt nördlich der Autobahn A2, etwa fünf Kilometer von Helmstedt entfernt. Das Bergwerk besteht aus den Schächten Bartensleben und Marie. Morsleben wurde 1971 von der ehemaligen DDR als Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle eingerichtet. Die Bundesrepublik Deutschland hat es bis 1998 weiter genutzt. Insgesamt sind im Endlager Morsleben 36.752 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle eingelagert.

Die Einlagerung wurde am 25. September 1998 beendet. 2001 erklärte das Bundesamt für Strahlenschutz in einer Presseerklärung auf eine weitere Einlagerung verzichten zu wollen.

Das Endlager befindet sich heute in der Phase der Stilllegung. Seit Einlagerungsende wird das Bergwerk offengehalten. Neben Instandhaltungsarbeiten werden Arbeiten im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zur Stilllegung ausgeführt. Das Stilllegungskonzept sieht vor, das Bergwerk mit Salzbeton zu verfüllen. Um die Gebirgsstabilität zu gewährleisten, wurde neben Instandhaltungsarbeiten Ende 2000 bis März 2001 mit der Verfüllung von Resthohlräumen im Südfeld begonnen. Zwischen 2003 und 2011 wurden weitere - 27 an der Zahl - Hohlräume verfüllt. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden insgesamt 935.000 Kubikmeter Salzbeton eingebracht. Für ein zukünftiges Stilllegungsverfahren ist die Durchführung von Versuchen mit Abdichtbauwerken erforderlich. Sie haben für die langfristige Sicherheitsbewertung einen großen Stellenwert.